3 Tage – 4 Länder – 11 Bikes – 1100 Kilometer

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Das war unsere erste „Kurvenfahrer.at Rookie-Tour“.

Am vergangenem Wochenende war es endlich soweit: Unsere erste Rookie-Tour startete am Karfreitag in Graz. Um kurz vor acht Uhr trafen die ersten Biker mit ihren Motorrädern bei unserem vereinbarten Treffpunk ein. Unser Begleitauto, ein großer Van mit 3er Motorradanhänger, war ebenfalls schon da und auch die Morgensonne hüllte das Rollfeld des Grazer Flughafens neben uns in ein goldenes Licht. Noch schnell einen Coffee2Go holen und das Moped anfüllen, eine kurze Vorstellung und Einleitung von mir und Rene, dem zweiten Tourguide, und es konnte schon losgehen.

Die ersten Kilometer fuhren wir gemeinsam im gesamten Konvoi, um erst mal die vielen Ortschaften der südlichen Steiermark hinter uns zu lassen. Der nächste Abschnitt wurde für die Zuteilung in die jeweilige Gruppe genutzt. Rene und ich sind jedem Teilnehmer ein paar Kurven nachgefahren, um das fahrtechnische Niveau einzuschätzen. Demnach hatten wir zwei Gruppen erstellt in denen dann – teilweise – die nächsten drei Tage gefahren wurde.

Unser erster Tag hatte es bereits ganz schön in sich. Insgesamt waren wir 360 km unterwegs, wovon kein Meter auf der Autobahn gefahren wurde. Die Tour hatte ich so gewählt, dass von allem etwas dabei war. Zügige und weitläufige Abschnitte aber auch Berge mit engen Kehren. Dieser anstrengende, aber durchwegs sonnige und schöne Tag wurde dann noch mit dem Blick über das Meer belohnt.

Um ca. 18 Uhr kamen wir dann in unserem Quartier im schönen Opatija in Kroatien an. Wir waren im **** Hotel Remisens Kristal untergebracht, welches soweit ganz gut war. Optimale Lage, direkt am Wasser mit Terrasse übers Meer, perfekt für das After-Tour-Bier.

Am nächsten Tag ging es gleich nach einem reichhaltigen Frühstück los. Das Wetter rund um Opatija und an der gesamten Bucht von Rijeka hatte nicht vielversprechend ausgesehen. Es war kalt und die Regenwolken hingen tief. Aber einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es immer – die Insel Cres. Ich hatte schon öfters erlebt, dass das Wetter zwar rund um Opatija unbeständig und regnerisch war, doch auf Cres herrschte dann den ganzen Tag strahlender Sonnenschein mit angenehmen Temperaturen – so zum Glück auch an diesem Tag. Nach der Fährüberfahrt folgten noch ca. 10 Kilometer im leichten Regen, bevor wir dann im Sonnenschein und frühsommerlichen Temperaturen den Rest der Insel in Angriff genommen hatten. Gegen Mittag hatten wir dann Mali Losinj erreicht, wo ich dann unsere lieben Biker noch eine kleine Straße, welche sie freiwillig nicht gefahren wären, hinauf jagte, um dann mit einem atemberaubenden Blick über die Insel, die Stadt und die Adria, belohnt zu werden.

Nach einer Pause starteten wir wieder Richtung Norden zurück. Über die wundervollen und perfekt ausgebauten Straßen, durch die mediterane Landschaft, über sanfte Hügel und entlang der Küste, kurvten wir zu unserem nächsten Stopp, bei einem kleinen Kaffee, direkt am Meer.

Am Nachmittag ging es dann auch schon wieder zurück nach Opatija, wo es den ganzen Tag geregnet hatte. Wir hatten also sicher nichts verpasst. Nach dem Abendessen wurde dann an der Hotelbar noch fleißig gefachsimpelt.

Am letzen und auch längsten Tag sattelten wir unsere Rösser schon um acht Uhr. Alles was unterwegs nicht gebraucht wurde, wurde im Begleitauto untergebracht und dann fuhren wir auch schon los. Zu Beginn ging es von Opatija gleich innerhalb der ersten 20 Kilometer, durch 36 Kehren, über den ersten Berg in Richtung Istrien Istrien. Genau das Richtige zum munter werden 😉  Am Grenzübergang hatte sich die Routenwahl dann ebenfalls wieder positiv bemerkbar gemacht, wir hatten kein einziges Auto vor uns und sind innerhalb weniger Minuten über die Kroatisch-Slowenische Grenze gekommen. Wohingegen unser Begleitauto auch wieder mit Verzögerungen zu kämpfen hatte.

Nach gut eineinhalb Stunden, welche wieder mit viel Sonnenschein bereichert wurden, erreichten wir unseren ersten größeren Zwischenstopp – Triest. Nach Cappuccino und Espresso am Hafen von Triest stürzen wir uns wieder in den italienischen Straßenverkehr, immer begleitet von unzähligen Rollern und Gehupe. Wir stellten fest, dass der italienische Autofahrer ohne Hupe vermutlich keinen Meter fahren könnte. Vorbei am Schloss Miramare absolvierten wir die letzten Kilometer an der schönen Küstenstraße zwischen Triest und Monfalcone. Unser letzter große Abschnitt führte und durch das Soca-Tal und über den Predil-Pass, leider immer wieder vom Regen geküsst. Wieder in Österreich angelangt haben wir auch wieder unser Begleitauto getroffen, denn die ersten Teilnehmer haben uns dort verlassen und sind über die Autobahn nach Wien und Niederösterreich in ihre Heimat gefahren. Ein harter Kern ist dann aber gemeinsam mit mir über Griffen und die Pack zurück nach Graz gefahren.

 

3 Tage, 4 Länder, 11 Bikes und 1100 Kilometer, das war unsere Bilanz. Vieles erlebt und vieles gelernt. Wir konnten bei jedem einzelnen enorme Fortschritte an der Fahrtechnik erkennen. Die Wahl der Fahrlinie, die Blicktechnik und der Fahrstil, eben die Grundlagen für eine sichere Ausfahrt standen bei uns ganz oben und wurden perfekt von den Teilnehmern umgesetzt und verinnerlicht. Das ganze dann noch begleitet von eindrucksvollen Landschaften und einigen Kilometern über Küstenstraßen – das war die Kurvenfahrer.at Rookie-Tour!

PS: Vielen Dank an alle die unser Projekt unterstütz haben. Allen voran Markus Grabner von Bemer Österreich. Er hat uns bei den Zimmern des Teams und mit seinem Bemer unterstützt. Einen weiteren Dank möchte ich natürlich Rene Vorauer, dem zweiten Guide im Bunde und seines Zeichens Fahrlehrer für Motorradausbildung, aussprechen. Ein großes Dankeschön gehört auch Christoph Roth und seiner Freundin, sie haben uns auf der Tour mit dem Begleitauto unterstützt.

Die Route zum nachfahren:
Tag 1
Tag 2
Tag 3

 

Herzlichen Dank auch an alle Teilnehmer fürs fleissige fotografieren 😉

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